18. Deutsches Talsperrensymposium

08.–10. Mai 2019 • Leipzig

18. Deutsches Talsperrensymposium

08.–10. Mai 2019 • Leipzig

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Technische Fachexkursion

© Foto-Geuther Rötha 2015
Treffpunkt07.15 Uhr, Kongresshalle am Zoo Leipzig
Dauer07.30–18.00 Uhr
Abfahrt/AnkunftKongresshalle am Zoo Leipzig
Kosten90 EUR
Anmeldung erforderlich

Hinweis Aufgrund der zu erwartenden Teilnehmeranzahl steuern die Busse die Exkursionsziele, aufgeteilt in 2 Routen, jeweils in entgegengesetzter Reihenfolge an.

Route 1 .Polder Löbnitz – Muldestausee bei Pouch – Mittagspause am .Zwenkauer See – Speicherbecken Borna – Talsperre Schömbach

Route 2 Talsperre Schömbach – Speicherbecken Borna – Mittagspause am Zwenkauer See – Muldestausee bei Pouch – Polder Löbnitz

Polder Löbnitz
Der gesteuerte Polder stellt den Hochwasserschutz für einen Gewässerabschnitt der Vereinigten Mulde langfristig und nachhaltig sicher. Ziel ist es, den Abfluss zu verteilen und die Wasserspiegelhöhen bei großen Hochwasserereignissen in der Mulde niedrig zu halten. Der Polder umfasst eine Fläche von 1.436 ha.

Muldestausee bei Pouch
Das ehemalige Tagebaurestloch war nach 9-monatiger Flutung im Jahre 1976 vollständig befüllt. Mit einer Oberfläche von 6,3 km² ist der Muldestausee das viertgrößte Gewässer des Landes Sachsen-Anhalt. Seine Länge beträgt ca. 9 km, seine breiteste Stelle 2 km, die größte Tiefe 35 m. Das Bemessungshochwasser beträgt 2.200 m³/s.
Wir besichtigen das Absperrbauwerk, das von einer 19 m hohen und 303 m langen Gewichtsstaumauer gebildet wird, sowie die zugehörige Fischaufstiegsanlage und das Wasserkraftwerk.

Zwenkauer See
Mit einer Fläche von 9,7 km² und einem Uferumfang von 22 km ist der Zwenkauer See der größte See im Leipziger Neuseenland. Auch er entstand aus einem Tagebauchrestloch und ist seit 2015 zur touristischen Nutzung freigegeben. Er dient aber vor allem dem Hochwasserschutz mit einem gewöhnlichen Hochwasserrückhalteraum von ca. 18 Mio. m³.
Lassen Sie Ihren Blick über den Zwenkauer See bei einer kleinen Mittagspause schweifen!

Speicherbecken Borna
Mit einer Wasserfläche von rund 250 ha und einem Fassungsvermögen von knapp 100 Mio. m3 Wasser ist das Speicherbecken Borna die größte Stauanlage des Systems Wyhra-Pleiße. Der überdimensionierte Damm des Speicherbeckens wurde durch das Aufschütten von Abraummaterial aus dem Braunkohletagebau errichtet. Im Verbund mit dem unmittelbar oberhalb gelegenen Hochwasserrückhaltebecken Regis-Serbitz leistet der Speicher Borna einen wesentlichen Beitrag zum Hochwasserschutz und schafft künstlichen Ersatz für die natürlichen Auen und Überschwemmungsgebiete, die durch den Tagebau in dieser Region verloren gegangen sind.

Talsperre Schömbach
Der Staudamm ist ein knapp 18 m hoher Erdschüttdamm mit Asphaltbeton-Außendichtung. Die auf sächsischem und thüringischem Gebiet befindliche Talsperre wurde ausschließlich für den Hochwasserschutz errichtet, verfügt aber über einen Dauerstau, der etwa 25 % des Gesamtstauraums einnimmt. Eine seitlich angeordnete Sammel- und Schussrinne für eine Abflussmenge von 100 m² pro Sekunde dient der Hochwasserentlastung. Das Flachwasser am Rand des Stausees bietet natürlichen Lebensraum für verschiedene Tiere.