Grußwort

Michael Heiland, Präsident des Deutschen TalsperrenKomitees e. V. (DTK)

Sehr geehrte Damen und Herren,
Freunde des Talsperrenbaus,

im Namen des Deutschen TalsperrenKomitees bedanke ich mich herzlich, dass Sie am 16. Deutschen Talsperrensymposium teilgenommen haben, welches vom 15.–17. Mai 2013 im Maritim Hotel in Magdeburg stattgefunden hat.

Das Symposium stand unter dem Motto „Talsperren sichern Zukunft“. Dieser Leitgedanke wird insbesondere durch die Energiewende und den Klimawandel geprägt, welche die Bedeutung der Talsperren und des Talsperrenbaus wieder deutlich in den Fokus rücken. Es geht aber auch um die nachhaltige Sicherung unseres Talsperrenbestandes.

Die Umsetzung der ambitionierten Ziele der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien (vorwiegend Wind- und Solarenergie) erfordern aufgrund der diskontinuierlichen Stromerzeugung große Energiespeicher, somit den Bau weiterer Pumpspeicherkraftwerke. Der Bau großvolumiger Speicherbecken, die meist durch Schüttdämme gebildet werden, ist eine Herausforderung für den Talsperrenbau. Auch bestehende Talsperren können, wenn nicht für die Trinkwassergewinnung genutzt, in ein neu zu schaffendes Anlagenkonzept integriert werden.

Angesichts drohender Klimaveränderungen, welche die Perioden von Hochwasserkatastrophen verkürzen können, sind weitere Talsperren als Hochwasserrückhaltebecken oder in Verbindung mit anderen Nutzungen, wie z. B. der Flussregulierung, als Sedimentationsraum oder zur Energiegewinnung erforderlich. Die nachhaltige Sicherung des Talsperrenbestandes erfordert eine kontinuierliche Anpassung an den Stand der Technik und an sich verändernde hydrologische und betriebstechnische Bedingungen. Hier sind Erfahrung und Innovation gleichermaßen gefordert.

Dank des großen Interesses zahlreicher Referenten am vorgeschlagenen Themenkomplex konnten wir wieder ein qualitativ hochwertiges Vortragsprogramm anbieten, das der Vielfalt der zukünftigen Aufgaben für den Bau und den Betrieb von Talsperren gerecht wird und Antworten für vielfältigste Problemstellungen geben kann. Hierbei kamen auch wieder Berichte über aktuelle Projekte aus dem In- und Ausland nicht zu kurz.

Die begleitende große Fachausstellung bot Gelegenheit zur Information über neueste Entwicklungen rund um die Welt der Talsperren. Großzügige Räumlichkeiten und das attraktive Ambiente des Maritim Hotels sowie ein Festabend hinter historischen Mauern der FestungMark stellten den Rahmen für gute Gespräche in ausgelassener Atmosphäre dar.

Unsere Fachexkursion führte in den Harz, unter anderem zur 106 Meter hohen Rappbodetalsperre – der höchsten Staumauer Deutschlands – und zum Oberharzer Wasserregal, das bereits im 16. Jahrhundert geschaffene und weltweit eines der bedeutendsten vorindustriellen Wasserwirtschaftssysteme des Bergbaus.

Die Domstadt Magdeburg verfügt über bedeutende Wasserbauwerke, wie das nah gelegene 1875 erbaute „Pretziener Wehr“, das größte Schützentafelwehr Europas, oder das „Wasserstraßenkreuz“, welches die Elbe mit dem Mittellandkanal und dem Havel-Oder-Kanal verbindet und so die Schifffahrt zu allen Binnenhäfen Deutschlands ermöglicht. Unser Rahmenprogramm führte Sie auch zu den historischen Baudenkmälern Magdeburgs und gab Einblicke in eine bewegte Geschichte. Als Kaiserpfalz „Ottos des Großen“, des ersten Kaisers des Heiligen Römischen Reiches, erlangte Magdeburg schon vor 1050 Jahren Bedeutung.

Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme an einem Highlight des Talsperrenbaus, das nur alle drei Jahre stattfndet! 

Ihr

Michael Heiland
Präsident des Deutschen Talsperrenkomitees e. V. (DTK)